Irgendwo zwischen Eden, Ebereschen und Erquicklichem

Kurzfreizeit für Familien gab bereichernde Impulse

52 Naturentdecker zwischen 1 und 60 Jahren machten sich über Christi Himmelfahrt auf den Weg, vier Tage im Herzen der Eifel zu Lande, am Wasser und bei viel Luft zu verbringen.

Ein abwechslungsreiches Programm bot sich den 12 Familien und Betreuern in Baasem, das der Natur einen vorrangingen Platz einräumte: „Schöpfung ist nämlich alles andere als ein nettes Beiwerk. Dass wir die Natur brauchen,“, so Pastoralreferent Markus Hartmann in einem eröffnenden Impuls, „um überhaupt Mensch werden zu können, davon berichtet die Bibel!“ Hierfür blickte er in die Schöpfungsgeschichte. Adam wurde erst reif für seine Eva nachdem er sich mit der Welt der Tiere konfrontiert hatte. „Was heißt das für uns und unsere Kinder? Es meint: wir alle brauchen Zeit in der Schöpfung – einfach so, ohne Belehrung und nicht pädagogisch aufgeladen –, um daran zu wachsen und uns zu entwickeln!“. Leider entfremdet sich die heutige Gesellschaft jedoch immer mehr von der Natur – mit dramatischen Folgen.

Die Naturentdeckertage konnten dem ein Gegenwicht entgegensetzen. Sie boten reichlich Zeit in Fauna und Flora: das Haus liegt inmitten eines riesigen, abwechslungsreichen Geländes, eine Wanderung mit einem Förster und durchwebt mit Waldspielen sensibilisierte für heimischen Wald und Wild, ein Ausflug in einen Park bot Gelegenheit, allerlei Tiere hautnah zu erleben. Daneben blieb viel Zeit für die eigene Familie, für Austausch und Spiel und auch die eigenen Talente zu entdecken, wenn es darum ging, Zeiten zu gestalten und den abschließenden „Bunten Abend“ mit Leben zu füllen. Auch spirituelle Impulse zogen sich wie ein roter Faden durch die Freizeit und setzten die biblischen Gedanken fort. Für lebendige „Kinderzeiten“ sorgte Maike Schönewald, Bad Neuenahr, die ideenreich die Schar von fast 30 Kindern und Jugendlichen aktivieren wusste.

An der Freizeit nahmen auch zwei syrische, christliche Familien teil. Die Fahrt konnte günstig angeboten werden, da sie durch die Stiftung „Familien in Not“ im Bistum Trier, die Stiftung des „Andere Zeiten“-Verlages und die Lotto-Stiftung Rheinland-Pfalz wohlwollend unterstützt wurde. Die Naturentdeckertage sind ein Angebot der Familienpastoral des Dekanats Ahr-Eifel gemeinsam mit dem Kolpingverband Trier.

 

Erfolgreiche Schatzsucher belohnt

Familienzeitung „Pänz“ schickte Familien im Kreis Ahrweiler auf die Pirsch

Am vergangenen Samstag ging die große Schatzsuche der Familienzeitung Pänz zuende.

Drei Fundorte galt es zu erraten. Mysteriöse Umschreibungen, in Pänz und in den jeweiligen Publikationen unseres Verlages nachzulesen, wiesen den Weg. Dahinter verbargen sich:

-     Adenau, Komturei: Glück hatte in früheren Zeiten, wer sich hierher flüchtete.

      Die Malteser gewährten Menschen in Not Asyl. Abgebildet war das Wappen über der Tür.
Heute wird das stattliche Gebäude von Stadt und Kirchengemeinde genutzt.

-      Rolandswerth, Rolandsbogen: Glück in der Liebe glaubte der Ritter nach seiner Wiederkehr zu finden, doch hatte sich seine Geliebte ins Kloster Nonnenwerth zurückgezogen, nachdem man sie falsch über seinen Tod informierte. Da saß er nun am Fenster (dem Bogen) und schaute tagein, tagaus schmachtend auf die Insel. Abgebildet war Ferdinand Freiligrath, berühmter Dichter der Romantik, der sich für den Wiederaufbau des Fensterbogens einsetzte.

-      Bad Neuenahr, Spielbank: Glück im Spiel verspricht das Casino im Kurhaus. Die geheimnisvolle Umschreibung spielte darauf an, dass das Gebäude von 1903 sich stark an die Spielbank von Monte-Carlo anlehnt. Und dass die durch die Kur überwundene Armut der Neuenahrer Dörfer Beul, Hemmessen und Wadenheim in den letzten Jahren, in denen die AG finanziell in arge Bedrängnis geriet, wiederzukehren schien. Abgebildet war der Eingangsbereich der Spielbank.

Erfolgreiche Schatzheber waren

-        schatzfinder eckartz 

       Emil (6) und Fritz (8) Eckertz, aus Oberwinter. Sie
 erschienen pünktlich am Rolandsbogen. Ihr Opa
 hatte mit ihnen den Ort erraten, kein Wunder – engagiert
 er sich doch schon lange für den Erhalt des Denkmals.

-         schatzfinder giffels

       Vanessa (13) und Nicolas (10) Giffels hoben den Schatz in Neuenahr.
 Sie erschienen zusammen mit den Eltern, die seit Wochen eifrig miträtselten.

 Nur der Schatz in Adenau bleibt leider verborgen.

 Pate für die große Familien-Schatzsuche stand das Schwerpunktthema„Glück“, mit dem sich die letzte Ausgabe der Familienzeitung Pänz, die im Linus Wittich Verlag erscheint, beschäftigte. Die Redaktion dankt allen Spendern für die  großzügige Befüllung der Schatzkisten mit edlen und ansprechenden Gaben.

 Die Familienzeitung Pänz wird vom Dekanat Ahr-Eifel in Zusammenarbeit mit vielen Partnern rund um die Familienarbeit im Kreis Ahrweiler und mit den konfessionellen Kindertagesstätten herausgegeben. Sie gibt inhaltliche Impulse  zu familienrelevanten Themen, ermutigt zu einer gelassenen Erziehung und reicht viele Anregungen weiter zu einem Schwerpunktthema und für die Rubriken Pädagogik, „christliche Lebensart“ und Freizeitgestaltung. Daneben  sammelt der Familienkalender taugliche Termine und Kontakte. Die Sommerausgabe erscheint zum 01. Juli und liegt kostenfrei in konfessionellen KiTas, vielen Grundschulen, bei den Partner und in den Kirchengemeinden aus.


 
Schatzsuche für die ganze Familie
 
Die aktuelle Ausgabe von „Pänz“ beschäftigt sich mit dem weiten Thema „Glück“ – hierzu lädt
die Redaktion ein zur Schatzsuche.
Drei Schatzkisten sind im Kreis Ahrweiler versteckt. 
Sie werden am Samstag, den 25.06., 11:00 von der Pänz-Redaktion „gehoben“. 
 
Schatzort 01
Der Schatz liegt beim Vogel der „Freyheit“ verheißt
 
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 Manchmal kann Grund und Boden Glück bedeuten.
 Dieser Ort hat manchem das Leben gerettet. Ein
 Schritt, und der oder die Verfolgte trat ein in eine
 andere Welt. Da gewährte man ihm oder ihr erstmal
 Schutz. Für sechs Wochen und drei Tage. Das konnte
 man mehrfach wiederholen – sofern „der Deliquent
 diesen Freiheitsboden drey Schritt weit verlässt und
gleich wieder zurücktretet“. Die das gewährten, waren viele. Sie waren weit herumgekommen.
Ihr erklärtes Ziel war die Hilfe für Geschundene, vor allem dort, wo sich die Mondsichel und das
Kreuz in jenen Jahren erbittert bekämpften. Dort stand ihre Wiege. Denn dort stand auch die Wiege
ihres Meisters. Das Haus, vor dessen Hauptportal die Kiste ruht, wird von drei Vögelchen geziert.
Sie sind steinern, sonst wären sie bei all den Abgasen heute schon weggeflogen. Die Vögel sitzen
auf acht Spitzen. Diese greifen nach dem Himmel, obwohl sich nicht weit weg die „Hölle“ auftut.
 
 
Schatzort 02
Glück ist „Anschauungs“-Sache
 
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 Manchmal glaubt man, dass die Liebe das ewige Glück
 bringt.
 Eine alte Geschichte. Tausende Male gehört. Er liebt sie
 und sie liebt ihn. Mal heimlich, mal froh, hier aber sehr unglücklich.
 Sie haben sich versprochen. Er muss nochmal eben weg
 die Welt retten. Dann fangen die anderen an, zu quatschen.
 Unsinn zu berichten. Jeder weiß was mehr. Jeder will sich
 wichtig machen. Sie total verunsichert, trifft aus Verzweiflung
 und Trauer weitreichende Entscheidungen. Hätte sie mal nur
 abgewartet.  Plötzlich steht er, wie versprochen, vor der Tür,
 da sitzt sie hinter einer anderen Tür – der ihrer Zelle. Und er?
 Er will dann auch nicht mehr. Tut nix anderes, als am Fenster
 sitzen auf sie gucken. Bis erst er alt und steif vom Fenster
 rutscht und dann das ganze Fenster selbst zusammenbricht. 
 Der Radau weckt Geistesgrößen ihrer Zeit und beflügelt einen,
 einen wahren Sturm im Wasserglas zu entfesseln. Er will das
 Fenster retten und so steht es auch wieder da. Die Aussicht ist
 immer noch inspirierend. Die Schatzkiste steht auf der Fensterbank.
 
 
 
 
Schatzort 03
Das Glück lässt sich nicht errechnen
 
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 Manchmal will man, dass man das Glück klimpern hört.
 Schon der Architekt hat sich an einem Glückspalast orientiert und kräftig abgekupfert. 
 Glück gehabt, dass der Entwurf gefiel. Dort, wo sein Werk wuchs, da glaubte man
 auch mit viel Glück die Armut überwunden. Sie kam wieder, wie die Fettaugen in der
 Suppe. Nur manchmal dauert das länger als ein Menschenleben.
 Es trafen sich hier die, die Glück hatten im Geschäft oder Glück mit der Farbe ihres
 Blutes. Und sie plauderten hier vom Aufstieg und Fall der anderen, die vorbeiflanierten
 oder lasen unterm Stuck vom Glück der Liebe, oder sie schauten die Gleichnisse und
 Tragödien, Komödien und Dramen, die das menschliche Leben auf magische Weise bloßlegen.
 Es ergab sich, dass sich dann auch die in dem Haus einfanden, die glaubten, das Glück
 herausfordern zu können. Sie glaubten, die Logik des Glücks zu durchschauen oder wollten
 es einfach bezwingen. Manchmal ist das gelungen, meistens wohl eher nicht.
 Einen Schatz kann man sicherlich dort gewinnen – die Kiste steht am Hauptportal im Vestibül.
 
 
 
 
Wo liegen die Schätze? 
Am genannten Tag erwartet die Rätsellöser an diesen Orten eine Überraschung.
Die Pänz-Redakteure warten auf die Glücksucher genau eine Stunde. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.
Viel Glück!
 
 

 
 

Glühwürmchensuche erfolgreich beendet

Familien auf vielfältige Weise zu unterstützen, das ist das erklärte Ziel der Familienzeitung „Pänz“. Diesmal lud sie zu einer Schnipseljagd ein.

Glühwürmchen sind der Inbegriff von Sommer. Wenn sie durch die lauen Sommernächte tanzen, dann steht die schönste Jahreszeit im Zenit.

Sie zu suchen und dieses eigenarige Tier zu entdecken, lud die Familienzeitung des Dekanates Ahr-Eifel mit vielen Partnern zur Glühwürmchen-

Schnipseljagd und ein Dutzend Familien aus dem ganzen Kreis Ahrweiler folgte dem Ruf, machte sich auf der Bengener Heide auf, um den kleinen

Leuchtkäfern mit Spiel und Spaß auf die Pelle zu rücken.

In vielen, nicht ganz bierernsten Spielen rund um das Thema Licht, konnten sich die Generationen testen. Hier war eher Schnelligkeit gefragt, dort

mehr Geschick, hier mehr Wissen, dort Kombinationsgabe. Die Palette der Angebote war bunt und die Resonanz sehr gut: „Das war ja wie Urlaub!“.

Auch ein Abendgebet fand Platz und beim abschließenden nächtlichen Grillen wurde tatsächlich auch ein Glühürmchen herumgereicht. Es war zwar

ein Import, aber so verdiente die „Lange Nacht der Glühwürmchen“ auf jeden Fall ihren Namen.

glühwürmchensucher

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Uhus auf der Staffelei

Teilnehmer am Eulenmalwettbewerb der Familienzeitung „Pänz“ prämiert.

Diesen scheuen, und doch in unserer Heimat so häufig verbreiteten Vogel auf Papier zu bannen, dazu hatte in der Sommerausgabe die Familienzeitung „Pänz“ gemeinsam mit der Europäischen Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen (EGE) aufgerufen.

Über 30 Kunstwerke gingen bei der Redaktion im Dekanat Ahr-Eifel ein. Nun fand eine Prämierung in der Adenauer Komturei statt. Alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen erhielten aus der Hand der Redaktionsmitglieder Ute Herhold und Elke Gaudian Preise. Hauptpräsent ist das bei der EGE erschienene Eulenbuch „Wo die Eule schläft“, ein Familien-Roman von Wilhelm Breuer, der „so nebenbei“, leicht und verständlich in die Vielfalt der Eulenwelt einführt.

„Wir sind begeistert!“ so Stefan Brücher, I. Vorsitzender der EGE, der aus Bad Münstereifel angereist war, „Die Kinder haben sich wirklich alle gut mit der Thematik auseinandergesetzt.“ Tatsächlich gingen sehr ansprechende, wenngleich unterschiedliche Werke ein, vielfach richtig aufwendig gestaltet, bis hin zu einer ganzen Landschaft im Karton.

„Es ist der Vielfalt und den unterschiedlichen Altersklassen geschuldet, dass wir allen einen Preis haben zukommen lassen“, erklärt Markus Hartmann, Pastoralreferent im Dekanat.

Die Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e. V. (EGE) ist der Zusammenschluss engagierter Praktiker und Wissenschaftler im Naturschutz. Ihre Arbeit gilt dem Schutz der 13 europäischen Eulenarten. Ihr ist maßgeblich die erfolgreiche Wiederansiedlung des Uhus in Deutschland und anderen europäischen Staaten zu verdanken. Sitz der EGE ist Bad Münstereifel. Eines ihrer Augen richtet sie aber auch sehr bewusst immer wieder ins Ahrtal, wo das prominenteste Uhupaar brütet. Hier hat die Gesellschaft eine Webcam eingerichtet. Sie überträgt das Geschehen am Brutplatz rund um die Uhr: www.egeeulen.de

„Gerade Kinder sind für die Natur sehr empfänglich!“ erklärt Brücher die Kooperation mit Pänz. Die Zeitung favorisiert eine Erziehung, die der Natur viel Raum lässt. Hinter dieser Zeitung steckt das Dekanat Ahr-Eifel mit vielen Partnern. Sie liefert spannende Inhalte rund um das Familienleben, Termine und Kontakte.

Die aktuelle Ausgabe ist kostenfrei in allen konfessionellen KiTas im Kreis Ahrweiler erhältlich, in einigen Grundschulen, in den katholischen Pfarreien und evangelischen Gemeinden, und bei den Partnern: www.paenz.info . Die neue Ausgabe erscheint Anfang November.

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E´ne Besuch im Zoo
Gottesdienst im Zoo und Führung „biblische Tiere“ – zu einer etwas anderen Adventsveranstaltung luden Dekanat Ahr-Eifel und der Kolpingverband Trier.

In diesem Jahr lud die Familienpastoral des Dekanates Ahr-Eifel einmal nicht zur klassischen Nikolauswanderung, sondern setzte bewusst andere Akzente: unter dem Motto „Weihnachten der Tiere“ lud sie in den Zoo Neuwied und verwandelte die Zooschule in einen Betraum. 90 Erwachsene und Kinder fanden sich ein und genossen einen abwechslungsreichen Tag.
Thomas Gerber, Priester aus Urmitz und Kolping-Präses, schärfte, der Jahreszeit entsprechend, den Blick auf die Weihnachtsgeschichte: „Natürlich glauben wir, dass diese wunderbare Welt Gottes Willen entspringt. Aber auch Jesus – und genau das steht in der Bibel – kommt zu allen Lebewesen, nicht nur zu den Menschen. Deshalb stehen Ochs und Esel an der Krippe“. In munterem Kreis tauschten sich große und kleine Teilnehmer über den Bibeltext aus, sangen und beteten, teilten Brot und tauchten anschließend in mehreren Führungen in die Welt der biblischen Tiere ein. Besucht wurden nur wenige Zootiere, diese aber sehr ausführlich erläutert und von den Kindern unter Anleitung geschulter Zoopädagogen intensiv erforscht. „Wir kamen gar nicht mehr aus dem Staunen raus, das war ein sehr intensives Erleben und Wahrnehmen!“ so resümierten abends viele der Eltern.

Dass bei dieser Adventstour die Tiere in den Fokus rückten, lag am Oberthema der aktuellen Familienzeitung „Pänz“, die sich vielerlei Gedanken zu Schöpfung und unserem Umgang mit Natur in der Erziehung macht. Sie hat hierzu viele Artikel, gute Termine und passende Freizeitangebote zusammengetragen. Das nächste Familienangebot in dieser Richtung wird eine Taschenlampenführung durch das Naturkundemuseum Koenig, Bonn, am 17.02. sein: Genaueres und Kontakt unter: www.paenz.info.zoo brotfeier